"Marketing – Politikern fehlt Markenstrategie" – 2hm in der Presse
12. Juni 2009
In Zusammenarbeit mit HORIZONT (Ausgabe 24/2009), der Fachzeitung für Marketing, Werbung und Medien, hat 2hm die Spitzenpolitiker der großen Parteien einem Markencheck unterzogen. Dabei zeigte sich, dass Angela Merkel hinsichtlich der Kriterien Vertrauen und Sympathie am bewertet wird, gefolgt von Frank-Walter Steinmeier und Guido Westerwelle. Aus Markensicht differenzieren sich allerdings die Kandidaten nur in geringem Maße voneinander. Ursache der mangelnden Abgrenzung ist eine fehlende Markenstrategie der einzelnen Politiker.
Steinmeier fehlt es bislang an Eigenschaften wie Vertrautheit, Kompetenz in Wirtschafts- und Arbeitsmarktfragen, sowie an Marken-Identifikation. Durch die Zusammenarbeit in der großen Koalition fällt ebenso die Übereinstimmung zur Partei geringer aus. In letzterem Punkt zeichnet sich neben Angela Merkel vor allem Guido Westerwelle aus. Westerwelle verkörpert wie kaum ein anderer die Ideale der Liberalen. Doch dies wird gleichzeitig als Schwäche wahrgenommen, denn die breite Wählermasse empfindet ihn als zu elitär. Das Identifikationspotenzial sinkt dadurch. Dagegen leidet das Grünen-Spitzenduo Renate Künast und Jürgen Trittin vor allem darunter, dass sie beim Wahlvolk zwar als kompetent gelten, aber keine Sympathieträger sind. Schlusslicht des Rankings ist Oskar Lafontaine. In den Kategorien Vertrauen, Sympathie und Zufriedenheit schneidet er schwach ab, bei der Identifikation fällt er durch. Diese Ergebnisse können durch die auftretende Diskrepanz zwischen dem elitären Verhalten Lafontaines und den Werten, die eine linke Politik verkörpert, erklärt werden.
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